Die Zeit in der wir leben

Ich stelle mir manchmal vor, wie sich mir die Welt präsentiert, wenn ich mich als Ausserirdischer  unserer Erde nähern würde. Anfänglich ein wunderbarer blauer Planet. Aussergewöhnlich in der Erscheinung. Je näher ich komme, je mehr ich von den Menschen wahrnehme und je mehr Details sichtbar werden, umso mehr runzelt sich meine Stirn.

Die Aufteilung der Erde in Kontinente ist durch die Schöpfung gegeben. Die Aufteilung in Länder und deren Abgrenzung ist willkürlich durch den Menschen und der Vergangenheit erfolgt.  Jedes Mittel war recht und nur selten war Ethik, Moral, Altruismus die treibende Kraft. Wir opfern unserem Wohlstand, unserem gierigen Streben nach mehr Wirtschaftswachstum unsere wahre Identität. Unsere Wahrnehmung ist nur noch auf materielle Werte ausgerichtet. Vor ca. 2500 bis 2000 Jahren war dies ähnlich. Einige Menschen besannen sich unter spiritueller Führung und Anleitung sich zu ethischen Werten zu bekennen. Buddha hat’s vorgemacht, Jesus Christus folgte ihm und Mohamed hat’s nachgemacht. Jeder auf seine Art und sicherlich in bester Absicht. Der Mensch hat’s wieder für sich ausgelegt, missbraucht und jetzt ist es wieder soweit. Die goldenen Kälber glänzen wieder. Technikverliebt schlittern wir Industrieländer, reich an materiellen Werten, weltweit einer Katastrophe entgegen und tanzen wie irr ums Lagerfeuer. Arme, bodenschatzreiche Länder werden, technisch hochgerüstet ausgeschlachtet, das einfache Volk ausgebeutet, korrupte Regenten bereichern sich und das Weltklima nachhaltig zerstört. Regierungen sorgen dafür, dass das Waffenexportgeschäft blüht. Die Rüstungskonzerne scheffeln das Geld und mit den Steuergeldern bauen die Regierungen wieder neue Zäune auf. Jeder Panzer, jede Granate, jede Waffe und jede Munition müsste mit einer Wiedergutmachungsrücklage besteuert werden. Die Gier der Menschen wird sich nicht beseitigen lassen, denn sie ist ein Geistesgift, das zu unserem „Menschsein“ gehört. Die  spirituell und ethisch denkenden Menschen, denen dies bewußt ist, werden die Welt nicht retten können. Die Nasen müssen bluten, so ist es vermutlich genetisch im männlichen Prinzip verankert. Falsch verstandene und entsprechend anerzogene Männlichkeitsmerkmale ruinieren diese Welt. Solange Intuition, Gefühle, Weiblichkeit und Weisheit unterdrückt bleiben, wird sich nichts ändern. Was bleibt ist, in meditativer Theta-Schwingung versuchen, die Zusammenhänge im Kern zu verstehen und nicht in oberflächlicher, rein logischer, analytischer Beta-Schwingung versuchende zu rechtfertigen, was nur im Kopf als Realität erscheint.

Jeder hat die Chance und die Möglichkeit, ein Vorbild zu sein und sich dem vernichtenden Mainstream zu widersetzen. Es gibt keine Ausreden, wenn man auf sein Herz hört. Das einzige, was hilft, ist als Beispiel vorangehen, indem man sich mäßigt im Essen, Trinken, im Genuss von materiellen Errungenschaften, im mitfühlenden Handeln untereinander und im Leben voll Respekt für Natur, Tier und Mensch. Wir haben nur diesen einen Planeten. Der Tag, an dem die verbrauchten Ressourcen, die die Erde imstande ist zu ersetzen, liegt im August. Es ist nur noch eine Frage der Zeit und glaubt mir, diese Rechnung werden wir noch in diesem Leben begleichen müssen.

Es ist nicht die Erde die wir retten – wir selbst sind die Opfer!